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Kurzer Überblick zu Geschichte und Forschung des ZZBW

Im Jahre 1979 wurde der Aufbau der Forschungseinrichtung Zentrum für Zeitgeschichte von Bildung und Wissenschaft mit der Einrichtung der Professur für Allgemeine Erziehungswissenschaften im damaligen Fachbereich Erziehungswissenschaften I begonnen. Die Universität Hannover wies 1980 das Gebäude Lüerstr. 3 in Hannover zu. 1997/98 erfolgte der Umzug in die Wunstorfer Str. 14, 2008 in die Bismarckstraße 2.

1981 ermöglichte die Volkswagen Stiftung  durch die Finanzierung eines größeren Forschungsvorhabens zur Hochschulgeschichte seit 1945 die Einrichtung des Forschungsschwerpunkts „Zeitgeschichte von Bildung und Wissenschaft“. 1994 erfolgte die Umbenennung in „Zentrum für Zeitgeschichte von Bildung und Wissenschaft“. 1996 beschloss der Senat der Universität Hannover für das ZZBW die Rechtsform eines Instituts. Nach Auflösung des Fachbereichs Erziehungswissenschaft wurde das ZZBW Teil der neu gebildeten Philosophischen Fakultät. Seit Herbst 2006 trägt die Universität Hannover den Namen Gottfried Wilhelm Leibniz Universität.

Das ZZBW war das einzige Institut dieser Fachrichtungskombination in Deutschland. Es verfügte über eine über 20.000 Bände umfassende Spezialbibliothek, strukturierte Datensammlungen zur Zeitgeschichte und eine Werkstatt zur Materialerschließung und Digitalisierung von Dokumenten in einem leistungsfähigen LAN.

Außerdem war das ZZBW an der Entwicklung des Informations- und Dokumentationssystems (IDS)  im Institut für Hochschulforschung  in Wittenberg beteiligt und unterstützte die Bibliothek für Bildungsgeschichtliche Forschung (BBF)  in Berlin.

Über die „International Standing Conference for the History of Education“  war das ZZBW in der internationalen Forschung von Bildung und Wissenschaft vernetzt. Es betreute seit 1979 eine Vielzahl von Gastwissenschaftlern und Gastwissenschaftlerinnen sowie Gaststudierenden aus aller Welt.

Kontinuierliche Wissenschaftsbeziehungen bestanden zum Institut der Naturwissenschaft- und Technikgeschichte  (IHST) der Russischen Akademie, Zweigstelle in St. Petersburg, zum Institut für wissenschaftliche Information in den Sozialwissenschaften  (INION) zur Staats- und zur Polytechnischen Universität St. Petersburg, zur RGGU (Russian State University for the Humanities) und MGU/MSU (Moscow State University) in Moskau. Durch das von der Volkswagenstiftung finanzierte Projekt: „Archive in Moskau und St. Petersburg: Förderung der Infrastruktur und der deutsch-russischen Wissenschaftsbeziehungen“ gab es einen intensiven Forschungskontakt zu den wichtigsten Archiven in Moskau und St. Petersburg.

Nach der deutschen Wiedervereinigung betreute das ZZBW den „Arbeitskreis zur deutschen Bildungs- und Wissenschaftsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert“, der 1990 zur Sicherung des Potentials in der Wissenschafts- und Bildungsgeschichte der ehemaligen DDR gegründet worden war.

Publikationen von Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen des ZZBW fanden sich u.a. regelmäßig in der Zeitschrift „Bildung und Erziehung“ (Böhlau-Verlag, Köln) und in der Buchreihe „Edition Bildung und Wissenschaft“(Akademie Verlag / Verlag de Gruyter, Berlin).

Mit der Pensionierung von Prof. Dr. Manfred Heinemann im Jahre 2008 wurde das ZZBW als Institut der Universität aufgelöst. Die Aufgaben werden teilweise fortgeführt.

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